Pinball Begriffe

  • Apron (Schürze) [ pinball-begriffe ]

    Metallteil unten über der Ball-Rückführung. Darunter sitzt fast immer die Ballwanne (Trough). Oft mit Regelkarten.
  • Auto-Plunger [ pinball-begriffe ]

    Elektrischer Abschuss (typisch bei Multiball-Starts, Ball Save, Skillshots).

  • Backbox / Head (Kopfteil) [ pinball-begriffe ]

    Das obere Gehäuse: früher mit Score-Reels, später DMD/LCD, Lautsprecher, Controller-Platinen, Deko.

  • Ball Guides (Führungen) [ pinball-begriffe ]

    Metallführungen, die die Kugel lenken.

  • Ball Trough (Ballwanne) [ pinball-begriffe ]

    Speichert mehrere Kugeln. Sensoren zählen, wie viele drin sind.

  • Beine + Leveler (Füße) [ pinball-begriffe ]

    Vier Metallbeine, unten Stellfüße zum Ausrichten. Flipper werden vorne meist etwas höher gestellt, damit die Kugel schneller zurückrollt.
  • Cabinet (Korpus/Unterbau) [ pinball-begriffe ]

    Der große Holzkasten, in dem Mechanik, Verkabelung, Netzteil, Lautsprecher (oft) und die komplette Spielplatte sitzen.
  • Coin Door (Münztür) [ pinball-begriffe ]

    Vorne die Tür mit Münzprüfer/Schlitzen (oder Kreditknöpfen), Service-Zugang und meist auch Lautstärke-/Service-Buttons.
  • Drain [ pinball-begriffe ]

    Die Mitte unten: da geht die Kugel raus. Wenn kein Ball Save aktiv ist: Ball verloren.

  • Flipper Buttons (Flipperknöpfe) [ pinball-begriffe ]

    Links und rechts am Cabinet. Steuern die Flipper (und oft Menüs in Kombination).

  • Flippers (Flipperarme) [ pinball-begriffe ]

    Die zwei Hauptflipper unten (oft zusätzlich obere Flipper). Kernmechanik: gezielte Schüsse, Ballkontrolle.

  • Inlanes / Outlanes [ pinball-begriffe ]

    Die beiden Bahnen links/rechts unten:

    Inlane führt meist zurück zu den Flippern (gut)

    Outlane führt oft direkt zum Drain (böse)

  • Lane Guides (Führungen) [ pinball-begriffe ]

    Metallführungen, die die Kugel lenken.

  • Lockdown Bar (Verriegelungsleiste) [ pinball-begriffe ]

    Die Metallleiste vorne, die das Glas hält. Wird gelöst, wenn man den Tisch öffnen will.

  • Nudge / „Schubsen“ [ pinball-begriffe ]

    Kein Bauteil, aber zentral: leichtes Anstoßen zur Ballkontrolle. Zu viel → Tilt.

  • Playfield (Spielfeld) [ pinball-begriffe ]

    Die geneigte Holzplatte mit allen Mechaniken, Inserts, Leitungen, Schaltern.

  • Playfield Glass (Spielfeldglas) [ pinball-begriffe ]

    Die Glasscheibe oben drauf. Schutz, glatte Oberfläche. Bei modernen Geräten oft gehärtet.

  • Plunger / Shooter Rod (Abschussstange) [ pinball-begriffe ]

    Manuell: ziehen und loslassen = Kugel in die Shooter Lane schießen.

  • Shooter Housing (Plunger-Gehäuse) [ pinball-begriffe ]

    Rechts vorne (klassisch): der Bereich für den manuellen Abschussknopf (Plunger).

  • Shooter Lane [ pinball-begriffe ]

    Die „Abschussbahn“ rechts: Kugel wird gestartet und gelangt ins Spielfeld.

  • Side Rails (Seitenschienen) [ pinball-begriffe ]

    Metallschienen links/rechts am Cabinet, Schutz und Optik.

  • Slam Tilt [ pinball-begriffe ]

    „Not-Aus“-Tilt bei extremem Schlag (kann Spiel sofort beenden).

  • Slingshots (Slings) [ pinball-begriffe ]

    Die zwei „Kick-Gummis“ über den Flippern links/rechts. Treffen → schnalzen die Kugel weg.

  • Start Button [ pinball-begriffe ]

    Startet ein Spiel (oder bestätigt Menüpunkte).

  • Tilt Bob (Pendel/Tilt) [ pinball-begriffe ]

    Ein Pendel im Cabinet. Zu heftige Bewegung → Warnung oder Tilt (Flipper aus, Punkte zählen ggf. nicht weiter).
  • Translite / Backglass (Rückglas/Frontscheibe im Kopfteil) [ pinball-begriffe ]

    Das beleuchtete Artwork im Kopfteil.

  • WPC [ pinball-begriffe ]

    WPC steht für Williams Pinball Controller (manchmal auch „Williams Pinball Control“ genannt). Das ist die Elektronik-Plattform/Steuerung, die Williams Anfang der 90er für seine Flipper eingeführt hat – also die Kombination aus CPU-Board, Treiber-Boards, Sound-Hardware und dem gesamten System, das Lampen, Spulen, Schalter, Display und Sound koordiniert. Kurz: das „Nervensystem“ des Tisches.

    WPC-Generationen im Überblick

    • WPC / WPC-98 = 1. Generation: Viele Williams/Bally-Tische von ca. 1990 bis 1999 basieren darauf. Das macht Reparatur, Ersatzteile und Doku oft einfacher, weil vieles ähnlich aufgebaut ist.
    • WPC-S = 2. Generation der WPC-CPU/MPU-Platine
    • WPC-95: Spätere Variante/Revision der WPC-Familie, bei der Boards zusammengefasst/vereinfacht wurden.

    Was sich bei WPC-S gegenüber der ersten WPC-CPU geändert hat

    1. Batteriehalter ausgelagert (Schutz vor Batterieschäden)Bei den ersten WPC-CPU-Boards saß die Batterie direkt auf der Hauptplatine. Wenn eine Batterie ausläuft, kann die alkalische Flüssigkeit Leiterbahnen und Bauteile angreifen. Beim WPC-S wurde deshalb auf einen ausgelagerten Batteriehalter umgestellt: Er sitzt auf einer kleinen Tochterplatine, die auf Pfosten im unteren Bereich der Platine geclipst wird. Dadurch wurden Schäden an der Hauptplatine durch Batterieleckagen weitgehend reduziert.
    2. Nachfolger WPC-95: anderer BatteriehalterBeim späteren WPC-95 CPU-Board wurde ein Kunststoff-Batteriehalter eingesetzt. Dieser bietet laut Beschreibung nicht ganz so viel Schutz gegen alkalische Korrosion wie die ausgelagerte Lösung beim WPC-S.
    3. Andere Steckverbinder für die Switch-MatrixDie Switch-Matrix ist das System, mit dem viele Schalter (Targets, Rollen, Taster) über Zeilen und Spalten eingelesen werden. In diesem Bereich hat das Board andere Switch-Matrix-Steckverbinder als WPC und WPC-95.
    4. Digital-I/O-Stecker bleiben gleichDie digitalen Ein-/Ausgangs-Steckverbinder (I/O) sind gegenüber der WPC-CPU unverändert.

    Wichtigste Neuerung: der Security PIC

    Was das ist

    Der Security PIC ist ein kleiner Controller-Chip mit Seriennummer und einem Handshake-Mechanismus (Abgleichverfahren). Die Seriennummer wird beim Start angezeigt.

    Wozu das dient

    Damit konnte der Hersteller nachvollziehen, welcher Händler einen Automaten in welche Region verkauft hat. Hintergrund waren teils deutliche Preisunterschiede innerhalb Europas; so sollten Grauimporte erschwert werden.

    Warum sich der PIC nicht einfach entfernen lässt

    Um eine einfache Entfernung zu verhindern, übernimmt der PIC zusätzlich eine zentrale Funktion: Er steuert die Switch-Matrix und arbeitet nur mit einem korrekten maschinenspezifischen Code zusammen. Deshalb gibt es einen PIC pro Spiel. Ein falscher oder defekter Chip führt beim Start typischerweise zu „G13 error“ oder „U22 error“.

    Hinweis zum Gebrauchtkauf: Batteriehalter fehlt oft

    Beim Kauf einer gebrauchten WPC-S MPU fehlt der Batteriehalter häufig. Für den Anschluss eines externen Batteriepacks werden dann ein Molex-Gehäuse und Crimp-Kontakte benötigt:
    • 5-poliges Gehäuse: 50-57-9405 (Digikey WM2903-ND)
    • Crimp-Kontakte: 16-02-1125 (Digikey WM2554-ND)